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Dienstag, 15. April 2025

Telekonverter oder Bildvergrößerung (mit Topaz Photo AI)?

Hallo zusammen,

in diesem Beitrag möchte ich über meine Entdeckung und die daraus resultierende Erkenntnis bzgl. Telekonverter berichten. Es geht darum wie nützlich heutzutage noch ein Telekonverter ist, ob man ihn benötigt und welche Vor- bzw. Nachteile es mit sich bringt. Ebenso werde ich einen Vergleich zu AI-Programmen ziehen, welche das Foto Entrauschen, Schärfen und auch Vergrößern können (ich verwende dafür Topaz Photo AI).

Der Telekonverter wird zwischen Objektiv und Kamera geschraubt und verlängert die Brennweite des verwendeten Objektivs um den angegeben Faktor. Somit wird aus einem 200mm-Objektiv bei einem 1,4x-Konverter ein 280mm-Objektiv. Ebenso wird um den selben Faktor die Blende verringert - z.B. von F/2.8 auf F/4.0. Die Schärfentiefe bleibt bei gleichem Motivabstand davon unangetastet. 

Zu aller Erst ein kurzes Pro und Contra zum Telekonverter:

Pro
+ die Brennweite kann bei Bedarf verlängert werden 
+ platzsparender, leichter und günstiger als ein weiteres Objektiv
+ die Naheinstellgrenze bleibt die selbe, der Abbildungsmaßstab steigt

Contra
- die Geschwindigkeit des Autofokus verlangsamt sich (bei manchen Objektiven ist nur noch der manuelle Fokus möglich)
- Lichtverlust (bei 1,4x = 1 volle Blendenstufe; bei 2,0x = 2 volle Blendenstufen) 
- die Bildqualität kann sich verschlechtern (Abhängig von der Kamera, dem Objektiv und dem Konverter)

Der Vergleich - Telekonverter vs. Topaz AI

Um einen Vergleich zwischen Telekonverter und Topaz AI zu ziehen, habe ich folgenden Versuchsaufbau durchgeführt:

Kamera: Sony Alpha 99 Mark II
Objektiv: Minolta AF 200mm F/2.8 APO G HS
Zeitverzögerte Auslösung ohne Bildstabilisator unter Verwendung eines Stativs.

Foto 1 - ohne Telekonverter - 200mm; F/2.8; 1/30 s; ISO500
    1A) skalierte Aufnahme
    1B) zugeschnittene 100%-Ansicht
    1C) mit Topaz AI vergrößerte und nachgeschärfte 100%-Ansicht

Foto 2 - mit 1,4x-Telekonverter - 280mm; F/4.0; 1/15 s; ISO500
    2A) skalierte Aufnahme
    2B) zugeschnittene 100%-Ansicht
    2C) mit Topaz AI vergrößerte und nachgeschärfte 100%-Ansicht

Foto 3 - mit 2,0x-Telekonverter - 400mm; F/5.6; 1/8 s; ISO500
    3A) skalierte Aufnahme
    3B) zugeschnittene 100%-Ansicht
    3C) mit Topaz AI vergrößerte und nachgeschärfte 100%-Ansicht


1. Abbildungsreihe - skalierte Aufnahmen zum Größenvergleich (A)




2. Abbildungsreihe - zugeschnittene 100%-Ansichten (B)



3. Abbildungsreihe - mit Topaz AI vergrößerte und nachgeschärfte 100%-Ansicht (C)




Wie man in der dritten Abbildungsreihe erkennen kann, weisen die Fotos ohne Telekonverter nach der Vergrößerung und Schärfung sowie mit dem 1,4x-Telekonverter die besten Resultate auf - und das obwohl hier bereits ein sehr hochauflösendes Objektiv verwendet wurde. Selbst beim reinen zuschneiden in der zweiten Abbildungsreihe ist fraglich, welches Foto hier das beste Resultat bietet. Klar ist, der 2,0x-Konverter bringt hier keinen nachweisbaren Vorteile.


Fazit

Ich selbst besitze einen 1,4x- sowie einen 2,0x Telekonverter und habe diese bis heute in der Praxis noch nicht wirklich benutzt. Ich habe sie günstig erstanden und sie gehören zu den alten Minolta AF Objektiven einfach dazu. Aus meiner Sicht macht es nur wenig Sinn einen Telekonverter zu verwenden, da man mit der digitalen Bildbearbeitung ein Foto bei Bedarf Vergrößern sowie Schärfen kann und man keine schlechteren Ergebnisse im Vergleich zur Verwendung der Aufnahme mit einem Telekonverter erzielen würde. Ich rate sogar von der Verwendung eines Telekonverters ab. Einerseits büßt man viel Licht ein, welches durch eine Anhebung der ISO oder Verlängerung der Verschlusszeit kompensiert werden muss und zweitens steigt die Gefahr von Verwacklungen bei der Aufnahme sowie Bewegungsunschärfe des Motives durch die längere Brennweite.


Wo bzw. für wen macht es Sinn einen Telekonverter einzusetzen?

Bei der analogen Fotografie ist es nicht möglich durch AI die Fotos zu vergrößern und somit wäre hier ein Telekonverter von Vorteil. Ebenso kann es sinnvoll sein Telekonverter bei DSLRs mit geringer Auflösung zu verwenden, da ein zu großer Beschnitt eine sehr kleine Auflösung zur Folge hätte selbst wenn man durch AI die Kantenlänge verdoppeln würde.

Freitag, 24. Mai 2024

Erster Post

Hallo Freunde des Minolta AF und Sony A-Mount,

dieser erste Post wird nicht wirklich kurz und auch nicht knapp, aber ich möchte meinen Werdegang und Einstieg in das Thema der Fotografie kurz anreißen.

Im Jahr 2013 fing ich mehr oder minder ambitioniert damit an zu Fotografieren. Mein Einstieg in die digitale Fotografie machte ich mit der "Sony Alpha SLT A37" und dem Standard-Kit-Objektiv 18-55mm (SAL-1855). Bereits nach den ersten Aufnahmen war ich begeistert, da ich so ein Detailreichtum und Schärfe von einer Kamera zuvor nicht kannte. Es machte mir einfach Spaß Fotos zu schießen!

Es dauerte nicht lang - ich glaube es waren zwei Monate - gelangte das erste und wie ich damals annahm "bestimmt das letzte" Objektiv in meine Hände. Klar wie sollte es anders sein, es war die Eierlegende Wollmilchsau: das "überragende" und dazu noch preiswerte "Tamron AF 18-200mm F3.5-6.3 XR Di II" (ich verlinke einfach mal auf Dyxum und ihr seht wie "gut" es ist). Beim Kauf dachte ich wirklich: "Oh ja, mit soviel Zoom kann ich doch fast alles fotografieren - das ist Spitze!" Aus heutiger Sicht sage ich dazu: "Hätte ich mir liebe eine Bridge- oder Kompaktkamera gekauft, die hätte genauso viel oder sogar mehr gebracht." Aber letzten Endes, hat mich genau die Erkenntnis, dass das Objektiv nicht das Non-Plus-Ultra ist dazu gebracht, mich weiter zu belesen und zu informieren.

Aus damaliger Sicht, war auf einmal nicht nur das Kit-Objektiv und das Super-Zoom von Tamron mies, sondern es musste auch noch die Kamera sein, welche nicht gut genug für mich war. Heute - 2024 betrachtet, weiß ich - es lag nicht an der Kamera, eher an mir und zum Teil an den verwendeten Objektiven. Somit vergingen auch hier keine weiteren zwei Monate und die Alpha 37 wurde durch die große Schwester, der "Sony Alpha SLT A77" inklusive dem bessren Kit-Objektiv (SAL-1650) ersetzt.  Das "Sony 16-50mm F/2.8 SSM" ist aus meiner Sicht auch heute noch eine sehr gute Optik. 

Wenn man so will, fing erst jetzt die Fotografie-Reise für mich an. Ich probierte sehr viel aus, kaufte Equipment und wollte alle Bereiche der Fotografie für mich entdecken. Ich lernte viel und schnell, aber so richtig bei einer Sache bleiben konnte ich nicht. Unzählige Optiken von Minolta und Sony, aber auch von Tamron und Sigma sowie anderen Herstellern probierte ich aus. Auch das adaptieren von alten manuellen Gläsern über den M42-Anschluss machte mir Freude. Es entstanden viele Fotos auf vielen Reisen, Optiken kamen, Optiken gingen, Kameras kamen und Kameras gingen. 

Im Jahr 2016 war ich viel auf Reisen und ich wollte weniger schleppen, sodass ich kurzer Hand eine leistungsstarke und kompakte Kamera kaufte - die "Sony RX 100 IV". Diese kleine 1-Zoll-Sensor-Kompaktkamera hat damals alle meine Erwartungen erfüllt und ich war erneut davon begeistert, was man aus so einem kleinen Teil alles herausholen kann. Sie war der perfekte Begleiter für die damalige Zeit rund um die Welt (auch wenn ich trotzdem die Alpha 77 inkl. dem Sony 55-300mm SAM mitgeschleppt habe, welche jedoch oftmals nur im Rucksack geblieben ist). Viele Fotos davon befinden sich auf meinem Flickr-Profil und ich erfreue mich heute noch daran die Fotos anzuschauen.

Im Jahr 2018 - fünf Jahre nach dem Einstieg in die Fotografie - ergatterte ich für einen Schnäppchen-Preis auf eBay eine sehr gut erhaltene "Sony Alpha SLT-A99" - der Einstieg ins Vollformat war vollbracht und ich sah die Welt erneut durch neue Augen. Auf einmal mussten Objektive für das Vollformat her und die Ansprüche und Bedingungen an die Objektive haben sich verändert. Auf einmal wurden Portrait-Shootings sehr interessant für mich und ich hatte Spaß daran den Hintergrund in eine weiche Unschärfe aufgehen zulassen. In den Jahren danach hat sich einiges angesammelt und ebenso habe ich die Sony Alpha 99 durch ihren Nachfolger, der "Sony Alpha SLT A99 Mark II" ersetzt. 

Im letzten Jahr habe ich mir aus Jucks und Laune noch ein paar ältere Kameras für den Minolta AF und Sony A-Mount angeschafft um einfach zu schauen, was diese digitalen "Urgetüme" aus den 2000er heute noch aufs Papier bringen. Und was soll ich sagen? Erneut war und bin ich begeistert und stelle fest das sich mit alten und vermeintlichen "schlechten" Kameras wunderbare Fotos schießen lassen ohne jeglichen Schnick-Schnack, welcher seit Jahren in der Fotoindustrie beworben wird. Hierzu aber später sicherlich mehr. 

Die erste "Alte" war die "Sony Alpha DSLR-A850" - eine richtige digitale Spiegelreflexkamera mit 24 Megapixel und Vollformat-Sensor. Was soll ich sagen? Eine grandiose und robuste Kamera - auch heute noch - welche ich sehr oft und sehr gern verwende. Der kleine CCD-Hype der letzten Jahre ging an mir nicht spurlos vorbei und somit besorgte ich mir noch die letzte CCD-Sensor-Kamera von Sony - die "Sony Alpha DSLR-A390" mit 14 Megapixel auf einem APS-C-Sensor. Ein ausführlicher Bericht zu dem CCD- im Vergleich zu neueren CMOS-Sensoren erfolgt zu gegebener Zeit. Um das digitale Kamera-Erlebnis vom  Minolta AF und Sony-A-Mount noch komplett zu machen flog als letztes die "Konica Minolta Dynax 7D" ins Haus und ich bemerkte, dass man mit heutigen Methoden der Bildentwicklung und -bearbeitung mit diesem 6-Megapixel-Geschoss entspannt und gut zurecht kommen kann, ohne das es der Mainstream beim Resultat irgendwie bemerkt.

Das soll es für den ersten Post gewesen sein - bis dahin und viel Spaß beim Fotografieren!